Viennafair und der offizielle Startschuss für “Projekt: Babylon”

Am Mittwoch 5.5. 2010 hatte ich die Möglichkeit am Pressetag die VIENNAFAIR 2010, Internationale Messe für zeitgenössische Kunst mit Fokus Zentral- und Osteuropa, besuchen zu können. Nachdem man von einem schrecklich dominanten Vöslauerstand am Eingang begrüßt wurde musste man sich erst wieder erinnern – nein das ist eigentlich keine seltsame Wellnessmesse. Umweltverschmutzende Plastikflaschen gabs zum Schweinefüttern geschenkt. Ein gutes 2D-Animationsfilmchen dazu: The Story of Bottled Water:

Im Rahmen einer Ausstellung – die auf Grund ihrer künstlerischen Bandbreite für Leute, die sie ernst nehmen, sehr anstrengend werden kann, haben diese Dinger eventuell noch ein wenig Berechtigung – aber was sollte dieser riesige Stand? Sponsoring sei Dank!

Sonst gab es EXTREM viele Eindrücke. Ich zehre womöglich indirekt noch Wochen von dieser breiten Auswahl an Inspirationen. Ich möchte hier eigentlich keine Werke oder Künstler hervorheben. Was eindeutig zu sehen war, sind die vielen Experimente mit Materialien. Wenige Bilder die klassische Öl/Acryl-auf-Leinwand-Bilder waren. Auch Videokunst war wieder ein Thema. Leider gibt es noch immer Videokünstler, die denken, weil es Kunst ist, muss es nicht technisch befriedigend umgesetzt sein. Da möchte man auch am liebsten den Kopf in den Golfball stecken, wie bei dieser Installation. 

(Ich kenne da ein Studio, das zufällig auch diesen Blog führt, das könnte da ohne Einbussen der kreativen Freiheit, sehr gut weiterhelfen) Aber es gab auch ein positives Beispiel – eine sehr cineastisch aufbereitete Installation in der Ratten ein Haus aus Essen auffressen. Auch die zwei Performance Kunst Aktionen die wir sehen konnten waren interessant. Am Ende hatte ich jedenfalls den Kopf übervoll und eine Tasche voller Hausaufgaben: Flyer, Zeitschriften, Zeitungen und Karten zum Nachlesen und für neue Ideen.

Inspiriert von der “Viennafair-Air” *g*  habe ich nun endlich den Mut gefunden, das “Projekt: Babylon” in den Räumlichkeiten von Industrial Motion Art offiziell zu eröffnen. Es handelt sich um die Auseinandersetzung mit der Nutzbegrünung von Büroräumlichkeiten. Vor allem aber, und daher kommt auch der Name, von der Loggia die direkt von den Arbeitsplätzen weg geht und über der Wienzeile hängt. Diese Loggia wird und wurde mit einer reichen Artenvielfalt bestückt. Auch das Reinsaat Paket des Verbandes Freiland, das es dieses Jahr gratis für Wienerinnen gibt, nimmt an diesem Projekt teil. Und natürlich jede Menge andere Arten, mit Fokus auf die Nutzbarkeit der Pflanzen und die Entspannung für die Augen der Mitarbeiter. In einem Büchlein werden die wichtigsten Erkenntnisse gesammelt, jedes grüne Blättchen ist ein Erfolg, jede Blüte eine Errungenschaft. Das Grün soll immer mehr werden und auf aktuelle Trends wie Bio, Guerilla Gardening, Grow your own food, Wildgemüse und die Steigerung der Lebensqualität durch Grünpflanzen aufmerksam machen. Der Kontrast von Natur und Gebäude ist dabei ein wichtiges Thema. Besucher des Studios können diesen hängenden Garten ab sofort besichtigen.

Bilder zum Projekt: Babylon unter:

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