Workshop und Diskussion in Bangkok: Science Visualization in TV und Film
Anfang März wurde Reinhold A. Fragner und Martina Fröschl von Industrial Motion Art die Ehre zu Teil, mit Prof. Dr. Alfred Vendl, seinerseits erfolgreicher Produzent, Regisseur und Leiter des Instituts für Kunst und Technologie an der Universität für Angewandte Kunst Wien, einen Workshop mit dem Titel “Science Visualization in TV and Film for better Understanding of Science” zu leiten. Die Filme von Prof. Dr. Alfred Vendl boten viel Anschauungsmaterial und waren eine gute Basis für Diskussionen über Wissenschaftsthemen im Prime-Time Dokumentarfilm.

Die vorwiegend jungen TV-Professionals und Wissenschafter waren von dem präsentierten Vorschlag, durch mehr Grafiken und spielfilmähnliche dramaturgische Strukturen, ihre Themen unterhaltsamer und verständlicher zu vermitteln begeistert. Auch der Austausch von Preproduktionstechniken, wie Storyboarding, Recherche, Aufstellung der Geldmittel und Ideenfindung, war sehr fruchtbar. Beide Seiten bekamen interessante Einblicke in die Arbeitsweisen im jeweiligen Land. Neben dem Wissensaustausch war es ein weiteres Ziel des Workshops die Teilnehmer aus der Wissenschaft (The Institute for the Promotion of Teaching Science and Technology – IPST) und vom Fernsehen (Thai Public Broadcasting Service – Thai PBS) zusammenzubringen.
Der Workshop wurde, neben dem IPST, von der österreichischen Botschaft in Thailand und dem Goethe-Institut veranstaltet und gefördert. Die Veranstaltung war auf jeden Fall eine wertvolle und bewusstseinserweiternde Erfahrung.

MaRo
Über kreatives Clipping, Papierhyperlinks und die Pixel 5.0
Über kreatives Clipping, Papierhyperlinks und die Pixel 5.0
Ein guter Morgen, ich lese die Zeitung. Ein Autor hat einen Artikel über eine ganze große Seite geschrieben, der vom Inhalt her nur dazu dient, sein neuestes Buch dreimal darin zu erwähnen. Er verwendet gerne viele Fremdworte. Und Worte die es (noch) nicht gibt, so wie ich jetzt. Seine Texte sind beeindruckend sprunghafte Anordnungen von Gedankengängen. Nahe dem Zeug, das ich von mir gebe, wenn ich nach einem langen Arbeitstag einen Anfall von kreativem Clipping (creative clipping) habe. Ich bin studierte Medientechnikerin und keine Autorin, daher verlangt man von mir keine schwulstigen Fremdworte, sondern verständliche Erklärungen. Kreatives Clipping ist ein Zuviel an Kreativität im Kopf, meist nach geistig oder körperlich einseitiger oder fordernder Tätigkeit. Sprunghafte Gedankenverknüpfungen führen dabei zu den verrücktesten Gedanken und manchmal auch Taten, die öfter in neuen Ideen münden.
Und dann lese ich in der Zeitung weiter. Bald gibt es genügend Gründe wieder an den Computer zu gehen, denn überall in den Zeitschriften und Magazinen sind diese Papierhyperlinks. Diese kleinen Hinweise am Ende oder Beginn oder im Text, oder neben dem Bild und der Illustration, oder,… oder gleich überall – Mehr Informationen unter hatetepedoppelpunktslashslashpunktwewewe… oder einfach ein Block mit vielen Websiten zum Thema und ein Musikvideo das man noch nicht kennt, garniert mit einem neuen Modeblog und einem Begriff der unzureichend erklärt scheint und eine Firma genauso eine Person, über die Zusatzinformationen interessant sein könnte. Zeitungen werden nicht sterben, worauf sollte ich sonst frühstücken und meinen Tag im Internet planen.
Kreatives Clipping ist allerdings bei weitem nicht so ertragreich, wie es unsere zwei Wochen in New York waren. So viele Eindrücke zum Festhalten. Und als wir zurück waren gleich die Pixel 5.0 Annual Austrian Conference on Computergraphics & Animation. Neue Inputs und Kontakte nach einem langen Tag und einer sehr langen Partynacht.
Eine obligatorische Linkliste und einen schönen Tag!
http://www.pixelworkshop.at/5/
http://www.pixelworkshop.at/5/program/battle
MaRo
Green Screen award for “Mount St. Helens
The Green Screen Festival award in 2010 for the best film goes to ”Mount St. Helens – the Volcano is alive” by Daniel Hissen and Heinz Leger.
the Jury:
“The Green Screen prize for the best film of the 2010 festival is awarded to a film which due to its various qualities in most of the categories might have been prize-winning in any of them. Powerful pictures as well as ingenious tricks resurrect long forgotten things ; the sound design takes up just a subordinate role exactly like the marvelous relation of incredible incidences. We are indeed eyewitnesses when life returns to an extreme wasteland. This film is a masterpiece, ageless and up to date at the same time, in a year in which a volcanic eruption in a different part of the world dominated the news.”
Visuell effects by Industrial Motion art.

Ars Electronica – Tabakfabrik 2010 – Popularität „Repaired“
Die Ars Electronica hat dieses Jahr den Schritt aus ihren gewohnten Veranstaltungsorten in das sich anbietende riesige Areal der aufgelassenen Tabakfabrik gewagt. –Leider erst ein Jahr nachdem das Festival ein wirkliches Highlight gut brauchen hätte können. Nach Linz 09 gibt es scheinbar mehr Kulturgebäude als es im Kulturhauptstadtjahr gegeben hat. Das Musiktheater wird irgendwann mal fertig und die Tabakfabrik dient als Kulturareal das um Ecken größer ist als das Museumsquartier in Wien.
Nach der Besichtigung kann ich auf jeden Fall eines ganz gewiss sagen – Platz finden hier alle Installationen und Veranstaltungen. Bis auf den muffigen „Zigarettenduft“ der mit ekligen Raumparfumteilen verschlechtert wird, sind die Hallen ein beeindruckender Veranstaltungsort und passen natürlich auch gut zum diesjährigen Thema „Repair“.
Von den Installationen war leider noch nicht so viel zu sehen – aber die Ausstellung war ja auch noch nicht eröffnet! Das Kabinenfeeling bei den Animationsfilmscreenings ist gewöhnungsbedürftig, aber so kann man zwischen den Filmloops auch mal wieder aufstehen. Was man auch muss, weil es in den Räumchen schnell heiß und duftig wird, wenn zu viele Leute drinnen sind.
Aber die Weite der Räume danach entschädigt dann wieder und Bewegung macht man genug, wenn die ganze Veranstaltung durchgeschaut werden soll. Die Gemäuer bieten viele Möglichkeiten interessante Fabrikfotos zu machen und besonders charmant sind auch die Arbeiter WCs – unisex – mit Dusche gegenüber. Eines ist klar – es gibt viel zu sehen heuer auf der Ars Electronica – und die Installationen haben endlich mal alle wirklich mehr als ausreichend Platz, sogar ein Fm4 Studio wird extra eingerichtet – wie wir auf der Heimfahrt hören konnten (obwohl sich ein Ü-Wagen sicher auch am Parkplatz ausgegangen wäre). Spannend bleibt (für nicht eingeweihte wie mich) was nach der diesjährigen Ars Electronica mit dem Gebäude geschieht. Pläne von Wohnungen, Ateliers, Ausstellungsräumen, Veranstaltungsräumen, universitären Räumen und dergleichen wurden ja schon mehrfach angekündigt.


Zwei Impressionen Einst und Jetzt by Ars Electronica
Räume im Loft-Chic und zusätzlich die gewohnte Qualität der Ars Electronica Installationen, Exponate und Veranstaltungen lohnen einen Besuch in Linz dieses Jahr mehr den je.
Hier sind einige Exponate schon mal vorab erklärt: http://www.aec.at/prix_history_de.php?year=2010 – war für mich lustig, weil ich beim Durchgehen am Dienstag eine Rätseltour machen konnte – was wird hier wohl aufgebaut?
Die Ars Seite – eh klar: http://www.ars-electronica.at
MaRo
“Mount St. Helens – Der Vulkan lebt” in ORF2
Heute, am 18. Mai 2010, genau zum 30. Jahrestag des Ausbruchs des Vulkans Mount Saint Helens zeigt der ORF 2 um 20:15 eine Dokumentation über die Explosion und der anschließenden Rückeroberung der Natur. ORF-InfoLink
Das Team von INDUSTRIAL MOTION ART durfte hierbei wieder die vfx Szenen umsetzen, das neben aufwenigen Compositings, Satviews jede menge Rauch und Fluid Szenen beinhaltet. Leicht abgewandlete Versionen kann man bereits in unserem Demoreel sehen: INDUSTRIAL MOTION ART Reel
Team:
Valentin Schwind: Fluids, Modelling, Compositing
Martina Fröschl: Compositing, Painting
Holger Tesch: Painting, Modelling
Reinhold Fragner: Fluids, Compositing, Kamera Animation
INDUSTRIAL MOTION ART wünscht euch gute Unterhaltung
Diagonale 2010
Eine Diagonale wie sie sein soll…
Die ersten warmen Frühlingstage laden in den Kinopausen zum Verweilen in den Gastgärten ein, Mädchen und Jungs mit wehenden leichten T-Shirts und das Filmfestival liegt in der Luft. – So wurde mir die Diagonale einmal geschildert. – Letztes Jahr war davon nur ein gatschiges, grausliches und kaltes letztes Winteraufbäumen zu erleben. -Aber sei es wie es war, das Wetter konnte man im Kino schnell vergessen.

Dieses Jahr war dies zwar nicht notwendig, doch besonders leicht wäre das Vergessen von schlechtem Wetter mit den Farbpaletten von dem Film “Pepperminta” von Pipilotti Rist gefallen. Der Film ist ein farbenfrohes und anarchisches Kunstspektakel. Ein Hohenlied auf freie Liebe, Diversität und Unangepasstheit. Leider enttäuschte der Film bei der technischen Umsetzung der farbenfrohen Welt u.a. durch schwimmende Masken. Auch die Darstellung der Revolution hätte zeitgemäßer ausfallen können. – Ist in Zeiten von “Plastic Planet” wirklich so viel Lack und Plastik nötig um eine Welt bunt darzustellen? Ein Umkrempeln der Gesellschaft sollte schon auch bei den richtigen Materialen ansetzen.
Der Spielfilm mit starkem Realitätsbezug “Inside America” der Diplomfilm von Barbara Eder war berührend. Allerdings bin ich nicht sicher ob der Film auch so gut ankommt, wenn der Hintergrund dazu nicht so bekannt ist. Das die Regisseurin das Milieu der amerikanischen Kleinstadt an der Grenze zu Mexiko selbst erlebt hat und das die Schauspieler größtenteils sich selbst spielen beeindruckt. Schnell könnte man ohne diese Info den Film für eine einfache Kopie von diversen MTV-Reality Sendungen halten. Die Dramaturgie dieses Milieuspielfilms ist aber gut erarbeitet, daher kann man doch hineinsinken. Leider war die Kopie falsch umkopiert und unscharf, laut Kameramann wird aber an der Behebung dieses Problems noch gearbeitet.
Der Film “Mein Kampf” über Hitlers Zeit in Wien von Urs Odermatt nach den Theaterstück von George Tabori ist ein gelungenes Filmwerk mit nachvollziehbarer Umsetzung der Hauptfigur. Der Sprung von der Theaterbühne auf die Leinwand ist geglückt, die personifizierte Darstellung von Vergänglichkeit und dem verführten Volk lassen aber die Wurzeln der Charaktere erahnen. Der geschichtliche Dokumentationsgehalt ist vorsichtig zu betrachten. Zwar zeigt der Film in einer kurzen Zeitspanne die Vorgänge im zweiten Weltkrieg sehr genau, aber eben nur übertragen auf eine doch vorwiegend fiktive Geschichte und deren Figuren.

Eine gefühlt sehr authentische Darstellung eines Aspekts eines afrikanischen Stammes konnte der Film “Frauenkarawane” vermitteln. Der Film war beeindruckend langsam, aber dennoch nicht langweilig. Es war endlich einmal keine Doku bei der man das Gefühl hatte, Afrika wird als ein ethnologisches Museum dargestellt.
Der diesjährige Eröffnungsfilm “Der Kameramörder” von Robert-Adrian Pejo nach der Novelle von Thomas Glavinic ist ein eiskaltes Psychogramm einer Gruppe Yuppies und einer Frau die zu ihrem Opfer wird. Kammerspielartig nützt der Film vor allem die Location eines modernen Hauses am See, das durch seine Architektur, die Kälte, Unbehaglichkeit und Scheinwelt gelangweilter reicher Mittdreißiger perfekt vermittelt. Nach der Empfindung des Schauspielers Andreas Lust war auch beim Dreh die Stimmung ähnlich.
Nach einem lyrischen Clip (Paradise Later), der dem Gefühl nach nur als Teaser zu einem Dokumentarfilm ins Programm genommen wurde – und das auf mehreren Festivals, war die gelungene Doku “Einmal mehr als nur Reden” von Anna Katharina Wohlgenannt als Abschluss an der Reihe. Es handelt sich um einen Dokumentarfilm über Proteste bei denen auch 50 Österreicher in Nicaragua teilnahmen. Ein Film der zeigt, dass weltverändernde Taten durchaus möglich sind, wenn man sich wirklich einsetzen will und sich organisiert.

Im Lokal iKU konnte man schön den Tag bei einem Glas „Kalaschnikow“ ausklingen lassen. Die Nightline in der Postgarage war leider von der Qualität her eine Dorfdisco – man fühlt sich viel jünger und peinlich berührt, versucht mit zu tanzen – aber es gibt einfach Musikkombinationen die nicht hart auf hart geschnitten werden sollten.
Aber zum Tanzen geht man ja nicht auf ein Filmfestival – es waren auf jeden Fall zwei nette Tage und nächstes Jahr versuchen wir wieder Zeit frei zu schaufeln wie immer nimmt man sich mal vorsorglich die ganze Woche vor…
MaRo
The new website of industrial motion art
The IMA has a new website. With the very easy and comfortable web content management system “wordpress” we create a new platform to connect cg fans, clients and team members. The IMA now presents its online content with the ima-blog, the new project page and a connection to the ima fan page at facebook.
Check out our new sites and give us your feedback.
By the way we are proud to announce the opening of our new office near Stuttgart. Customers in Germany now have a direct contact with our new department in the capital of Baden Württemberg.
INDUSTRIAL MOTION ART
Seit 2000 produziert das Team von INDUSTRIAL MOTION ART digitale visuelle Effekte – auch bekannt unter Digital Visuell Effects oder kurz VFX – für Film, TV und Werbung.
Wer ist das Team von industrial motion art? In erster Linie – meine Kollegen mögen mir verzeihen – ein Haufen Verrückter. Verrückt nach Filmen, visuellen Effekten und Herausforderungen.
Um Ihnen das Team und unsere Tätigkeiten vorzustellen, wurde dieser Blog ins Leben gerufen. Jede Woche erscheint an diesem Platz ein neuer Text, abwechselnd von Mitarbeitern des INDUSTRIAL MOTION ART - Teams verfasst.
Aber was versteht man nun unter visuellen Effekten?
Visuelle Effekte werden seit Beginn der Filmgeschichte eingesetzt. Die Geschichten und Träume auf der Leinwand wollten nicht nur die gewohnte Welt zeigen. Sie wollten die Zuschauer, mit Bilder die sie noch nie gesehen hatten, verzaubern. Dazu wurden schon die ersten Filme verändert und bearbeitet, um die gedrehten Filmaufnahmen spektakulärer zu machen.
Der kreative Akt der Filmherstellung beginnt mit der Idee, dem Drehbuch, der Kameraführung, der Regie und dem Schnitt. Visuelle Effekte vervollständigen ihn.
Leider wird die Herstellung von visuellen Effekten im Film immer noch, als isolierter Arbeitsschritt betrachtet. Es ist nur ein Teil der aufwendigen Arbeit an visuellen Effekten, den unsere Mitarbeiter, vollgepumpt mit Koffein, am Computer produzieren.
Wichtig ist die enge Kooperation zwischen der Filmcrew und den VFX-Teams, die sollte schon bei der Drehbucherstellung beginnen. Viele Autoren lassen sich – oft unter dem Druck, dass nur ein gewisses Budget zur Verfügung steht – einschränken und kürzen interessante und vielleicht auch wichtige Einstellungen weg, die mit Hilfe des VFX-Teams kostengünstig geplant hätte werden können.
In all unseren Produktionen arbeiteten wie erfolgreich so eng wie möglich mit dem gesamten Filmteam zusammenzuarbeiten. Wenn es möglich war schon beratend bei der Drehbucherstellung. Dabei konnten mit dem Autor und dem Regisseur gemeinsam, oft neue Ideen entwickelt werden, die uns zwar oft schwitzen ließen, aber wir lieben eben Herausforderungen.
-Ihr INDUSTRIAL MOTION ART Team! Mehr information über uns finden sie unter INDUSTRIAL MOTION ART
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